Underground Restaurant: gānbēi Supper Club

Zu Beginn des Abends ist es vielleicht ein bisschen komisch: 12 Leute, die sich nicht kennen, werden im Wohnzimmer einer netten Dachgeschosswohnung in der Südstadt gemeinsam essen. Der Koch: Mirko. Das Prinzip: Supper Club!

_dsc9427Supper Club: Restaurant für einen Tag

Supper Clubs werden weltweit in vielen Städten zelebriert – auch in Hannover gibt es ein paar davon. Die Idee: Ein Hobbykoch lädt Fremde zu sich zum Essen ein und kocht für sie. Am Ende des Abends spenden die Gäste, wieviel sie möchten – häufig gibt es einen Richtbetrag, der für den Gastgeber kostendeckend ist. Bei Mirko sind das etwa 35 Euro, dafür kocht er ein vegetarisches, japanisches Tapas-Menü. Getränke und spannende Gespräche sind inklusive! Denn eine Regel gibt es im gānbēi Supper Club: Jeder muss neben jemandem Platz nehmen, den er oder sie nicht kennt. Manche Gäste sind alleine da, andere als Paar oder Grüppchen, wir würfeln uns also bunt durcheinander und so entstehen interessante neue Begegnungen und Gespräche.

Das Menü: Fusion-Tapas

Die kleinen Tapas folgen schnell aufeinander, wir starten mit einer Erbsen-Wasabi Suppe, dann eine Aubergine mit einer Glasur aus Sake und Miso. Der Tapas-Klassiker Pimientos darf nicht fehlen, aber mit asiatischem Twist: Matcha-Pulver! Fand ich geschmacklich eher in der Kategorie „interessant“, aber darum geht es ja: Neues kennenlernen. Weiter geht’s mit Baby-Maiskölbchen mit einer wahnsinnig guten Misobutter aus Zwiebel, Ingwer, Shiitake und Ponzu, asiatischen Snack-Klassikern wie Edamame und Spitzkohlsalat (mein Favorit!), grünen Bohnen mit Tahin und Sesam und einem kleinen süßen Ende. Die Gruppe entspannt sich im Lauf des Abends immer mehr, alle essen von gemeinsamen Tellern und Schalen, mein Tischnachbar hat gelernt, mit Stäbchen zu essen – ich habe aufgegeben und bin auf eine Gabel umgestiegen. Je später der Abend, desto lustiger wird’s: Am Ende spielt sogar jemand auf Mirkos E-Schlagzeug, das mit im Wohnzimmer steht. Mirko hat sich mittlerweile zu uns gesetzt, er veranstaltet Supper Clubs jetzt seit einigen Monaten, etwas vier oder fünf Mal pro Monat. Ich war zum zweiten Mal da, beim ersten Mal gab’s Ramen. Für mich leben diese Abende weniger vom (sehr leckeren!) Essen, als vielmehr von der Idee: Mal raus aus der Komfortzone und rein in einen besonderen Abend – kulinarisch und persönlich.

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2 Antworten auf “Underground Restaurant: gānbēi Supper Club”

  1. Ich habe eine Frage und die lautet:

    Es wurde heiß diskutiert ob ob du aufhörst mit dem Bloggen? … kommen demnächst häufiger Beiträge von dir?

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    1. Ui! Gerüchteküche – macht mich gleich neugierig 😉 Hier auf dem Blog gilt wie von Anfang an: Wenn ich etwas lecker oder spannend finde, dann schreibe ich was. Sei es Gastro, Reisen oder einfach mal einen Gedanken. Das mache ich weiter, so lange es mir Spaß macht.

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