#veganephase // 4 Wochen healthy lifestyle oder: Vegan Essen in Hannover

Ich probiere ja nicht nur gern neue Restaurants, Cafés und Bars aus. Ich experimentiere auch ganz gern mal mit Ernährungsweisen – immer auf der Suche nach einer gesunden, leckeren, unkomplizierten Lösung für mich. Wer mir auf Instagram (@hannover.with.me) folgt, oder den feinherb Podcast hört, weiß: Ich habe in den letzten Wochen hauptsächlich vegan gegessen. 

Vielleicht sollte ich voranstellen, dass ich mal neun Jahre Vegetarierin war – das ist zwar schon ein bisschen her, aber grundsätzlich ist es mir vertraut, viel Gemüse zu essen und nicht immer die volle Auswahl zu haben. Und das war noch zu Zeiten, als die vegetarische Alternative in ländlichen Restaurants Gemüse mit Tüten-Sauce-Hollandaise war. Aus dieser Perspektive war ich positiv überrascht, dass praktisch jedes Café und Restaurant, in dem ich war, vegane Speisen auf der Karte hatte und Milch-Alternativen anbietet. Schöne urbane Welt!

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Apartment

Nicht mehr ganz unbekannt und auf jeden Fall der Go-To-Place für viele, die sich (hauptsächlich) vegan ernähren: Das Apartment am schwarzen Bär. Die ganze Karte ist pflanzlich, ich war auch schon vor der #veganenPhase ein paar Mal da. Es gibt vor allem eine Bowl, die ich liebe, das ist die Babas Bester. Besonders mag ich aber im Apartment die Einrichtung (minimalistischer Hipster-Heaven) und die Entspanntheit.

Und dann habe ich versucht, die Bowl einfach zu Hause nachzubauen. Mega lecker, aber durch die vielen Komponenten auch etwas aufwendig. Naja, wenigstens habe ich das Gemüse-Zoodle-Ding mal wieder benutzt…

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Burger

Ja, ich mache es kurz: Es gibt überall auch vegane Burger. Leider schmecken (mir) viele  nicht. Jetzt bin ich im Bereich Burger vielleicht auch keine ausgewiesene Expertin, da ich nur ungern Hackfleisch esse und für mich der Burgerhype auch irgendwie langsam vorbei sein könnte. ABER: Vegane Burger sind mir häufig zu massiv, da stapelt sich ein meist trockenes Patty aus Kidneybohnen, Kichererbsen oder Couscous zwischen Vollkornbrötchen und zu wenig Frischem. Nicht so – wait for it – bei McDonalds. Jep, richtig gehört. Man kann jetzt von Fastfood-Ketten halten, was man möchte. Aber wenn man auf der Autobahn ist – oder wie ich nach dem Umzug und noch ohne Küche und ziemlich hungrig, dann finde ich es bemerkenswert, wie gut der Burger dort schmeckt. Saftig und echt eine gute Konsistenz! Die Saucen-Situation könnte noch verbessert werden, denn es ist nur Ketchup drauf. Aber insgesamt: ok! Zurück nach Hannover: Der vegane Burger im Lindenblatt war auch sehr gut. Und ich kenne einige, die das BURGERNAH empfehlen, da gibt es wiederum eine große Auswahl an veganen Burgern.

Nét Viêt

Allgemein gilt wohl: In vietnamesischen und thailändischen Restaurants wurde ich öfter fündig (und hatte mehr als ein Gericht zur Auswahl) als bei italienischen, griechischen und deutschen Restaurants. Neu für mich war das Nét Viêt an der Limmerstraße und was soll ich sagen: frisch, wahnsinnig schnell auf dem Tisch (wir konnten nicht mal eine ganze Runde Karten spielen!) und unfassbar günstig. Es ist mehr ein Imbiss als ein Restaurant, aber ich freue mich schon auf das nächste Mal dort.

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Mangal’s Kitchen

LIEBE ICH. So sieht es aus. Viel mehr kann ich gar nicht sagen, tolles indisches Restaurant, findet ihr in der List und in Linden Mitte und alles, was ich dort jemals gegessen habe, schmeckt. Schon zwei Mal hatte ich das vegane Gobi69, ein Gericht aus Blumenkohl und es ist mein Favorit. Beim zweiten Mal war es allerdings mega scharf, also wer das nicht mag, vorher Bescheid sagen. Dazu: indischer Chenin Blanc.

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Besser als das Foto: unten vegan und very spicy!

Frühstück

Mein Lieblings-Thema wurde in der veganen Phase zur kulinarischen Problemzone. Ich sag’s mal so: Ja, ich kann euch Tipps geben (cafve im Hafven mit Healthy Harry, Corner mit gesund-veganem Frühstück und dem besten Gemüsebrot, menagerie ebenfalls mit veganem „normalen“ Frühstück , Apartment mit Riesenfrühstück auf Bestellung, lieb.es in der Nordstadt). So könnte es weitergehen. Aber: Fakt ist, dass mich mein geliebtes Wochenend-Frühstück in vegan nicht ganz so glücklich gemacht hat. Während zu allen anderen Tages- und Nachtzeiten (Falaffel geht auch nur mit Hummus!) bei mir kein Verzichtgefühl aufkam, fand ich frühstücken gehen ein klitzekleinbisschen unleckerer als mit Käse und vielleicht einer kleinen Scheibe Schinken.

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Healthy Harry im cafve fand ich am besten.

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Fazit

Ja, ich habe nach vier Wochen aufgegeben, wobei ich es ungern so nennen möchte. Es war ein gutes Experiment für mich und hat gezeigt, dass es einfacher ist als gedacht, sich pflanzlich zu ernähren. Final ist es für mich recht aufwendig, mir jeden Tag für’s Büro vorzukochen und ja, ich vermisse manchmal Produkte wie Käse. Beibehalten möchte ich, MEHR Pflanzliches zu essen und ein paar super Rezepte, die ich ausprobiert habe. Auch habe ich eine Hafer-Mandelmilch gefunden, die ich sehr lecker finde und weiterhin unter der Woche für Müsli nutze. Mich vegan zu ernähren hat mir gutgetan, aber es gab jetzt keinen wahnsinnigen Effekt auf irgendeiner Ebene – wie auch. Verzichtet habe ich weitestgehend auf Produkte wie veganer Käse, vegane Wurst etc., da ich zum einen Soja nicht vertrage und zum anderen in diesen Produkten häufig viel Salz und Fett steckt. Die Devise lautete also frisch kochen und das Angebot in Restaurants testen. Und das mache ich dann natürlich weiterhin.

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Ganz viel selber kochen – Lieblings-Shakshuka dann für mich ohne Ei.

 

 

 

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