handwerk

casual fine dining in der Südstadt

Seit Anfang 2017 ist die Südstadt um eine kulinarische Attraktion reicher: An der Ecke Altenbekener Damm/ Stresemannallee liegt das kleine, feine, ganz nach meinem Geschmack eingerichtete Restaurant handwerk. Das Team um Küchenchef Thomas Wohlfeld hat sich konzeptionell etwas vorgenommen: ein Menü, saisonal geprägt, hochwertig und stetig ein bisschen anders. Also, nicht lange lesen, sondern entscheiden: vier, fünf, sechs oder sieben Gänge – mit oder ohne Getränkebegleitung. Wir wählen vier Gänge, eine Flasche Wein und ein bisschen Mut im Zwischengang.

Steht da tatsächlich Herz auf der Karte?

Erstmal steigen wir sanft ein mit dem Avocado-Tomaten-Hühnchen-Gruß aus der Küche, der uns auf einem kleinen Amboss serviert wird. Es gibt lauwarmes Brot aus einem kleinen Tontopf mit ganz schaumiger Butter dazu, wir müssen aufpassen, uns nicht daran satt zu essen. Man sollte durchaus ein bisschen Zeit mitbringen, entspannen, der Laden ist voll und der Fokus liegt auf Genuss. Den ersten Gang könnte man mit „Rosenkohl mal anders“ umschreiben, zart-blättrig, knackig, frisch, würzig mit Lardo und Portulak. Ein guter Einstieg – nicht ganz so exotisch wie das was jetzt kommt: Premiere für mich. Das Herz sieht aus wie feines Carpaccio, der dünn geschnittene Kohlrabi passt gut dazu. In Kombination mit dem lecker-salzigen Jus hat uns dieser Gang zwar ein bisschen Überwindung gekostet, letztendlich wird Mut ja häufig belohnt! Weniger experimentell kommt dann das sieben Wochen gereifte Entrecôte mit wildem Brokkoli daher. Danach sind wir zwar eigentlich schon satt, aber bekanntlich gehen Nachtisch (Blaubeerschnitte und Karamell-Eis) und Käse ja immer.

Der Laden ist sympathisch, man wird direkt geduzt. Die Speisen sind in ihrer Komposition und von der Zutatenauswahl her wirklich etwas Besonders. Ich war ein bisschen erstaunt, dass beim Hauptgang keine Alternative zum Fleisch auf der Karte steht. Wir kamen leider erst nach dem Dessert auf die Idee, mal zu fragen. Und siehe da: Auch als Veggie oder wenn man einfach nicht so gern Fleisch ist, bekommt man kreative Kochkunst auf den Teller. Ein Hinweis am Anfang wäre super gewesen!

Preislich liegt das handwerk im oberen Segment – das ist aber transparent auf  der Website zu finden. Sehr schönes Service-Extra: Man kann online einen Tisch reservieren und wird sogar nochmal telefonisch an die Reservierung erinnert.

Der zweite Besuch

[edit] Anfang 2019 war ich zum zweiten Mal im handwerk – auch hier: ein toller Abend, den ich diesmal nicht in aller Ausführlichkeit beschreiben möchte. Hier kommen aber ein paar Impressionen für euch:

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